Bautechnikpreis

Bauwirtschaft

Neubau Rotes Kreuz Dienststelle, St. Veit

In St. Veit im Mühlkreis ist am nördlichen Ortsrand der Neubau einer ­Rot-Kreuz-Ortsstelle vorgesehen. Das Grundstück umfasst 3.055 m² (Widmung MG) und wurde bereits vermessen. Grundlage bildet ein standardisiertes Raumprogramm.
Die Aufgabenstellung entspricht einem Realisierungswettbewerb. Der Entwurf ist auf einem Hanggrundstück am Ortseingang zu entwickeln, wobei der sensible Umgang mit der Topografie im Vordergrund steht. Ziel ist eine funktionale und gestalterisch überzeugende Lösung, die sich harmonisch in das Ortsbild einfügt und gleichzeitig eine zeitgemäße architektonische Qualität aufweist.

Preisträger:innen

Platz

1

Kathrin Pichler, Michelle Prum, Hanna Rechberger, Anja Leonhartsberger

Laudatio der Jury

„Aus Liebe zum Menschen“ auf der Fassade finde ich eine tolle Idee! Der vorliegende Entwurf weist eine sehr kompakte, funktionelle Ausgestaltung der notwendigen Anforderungen auf. Trotz der Hanglage ist es effizient gelungen, einen zweigeschossigen Baukörper auf dem Grundstück zu etablieren, der in jedem Geschoss über einen barrierefreien Zugang verfügt. Durch die Situierung des öffentlichen Bereichs im Erdgeschoss und des Rückzugsbereichs für die Mitarbeiter:innen im Obergeschoss wurde eine bedürfnisorientierte Trennung dieser Bereiche in der Planung realisiert. Mit einer PV-Anlage auf dem Hauptdach und einem begrünten Dach über den Garagen wurde auch das Thema des „grünen Fußabdrucks“ aufgegriffen. Gratulation zu diesem tollen, einfühlsamen Entwurf!

Projektbeschreibung

Unsere 3 Leitprinzipien:

• kompakt + kosteneffizient
• geräumig + gemütlich
• innovativ + individuell

Der quaderförmige Gebäudekomplex verschwindet großteils im Gelände und fügt sich auf diese Weise natürlich in seine Umgebung ein. Durch die intelligente Nutzung der Hanglage sind alle Geschosse ohne Aufzugsanlage barrierefrei zugänglich, und es gelingt eine einfache Abgrenzung der Aufenthaltsräume zu den öffentlich genutzten Bereichen. Diese Trennung bietet dem Rettungspersonal eine Möglichkeit, sich zurückzuziehen und schafft Freiraum. Weiters sorgt der klar strukturierte Grundriss für eine hohe Nutzerfreundlichkeit. Im Sinne der Nachhaltigkeit ist das Gebäude außerdem mit einer PV-Anlage und begrünten Dachflächen ausgestattet. Abgerundet wird das Erscheinungsbild mit einer intensiven Bepflanzung der Außenanlagen und einer Dachterrasse.
Da bei helfenden Berufen der Mensch im Mittelpunkt steht, soll diese Ortsstelle die Werte des Rettungswesens unterstützen und das Miteinander fördern.

Platz

2

Raphael Schnetzinger, Thomas Visinoiu, Gregor Mühlparzer, Wahdat Safi

Laudatio der Jury

Das Rote Kreuz, das übergreifend an der Gebäudeaußenecke bei der Zufahrt platziert ist, finde ich einen gelungenen Eyecatcher! Durch die Planung von zwei Geschossen wurde ein effizienter Baukörper entworfen. Beide Geschosse verfügen über einen eigenen Eingang und sind somit barrierefrei zu erreichen. Das moderne, aufgesetzte Obergeschoss, das nach vorne mit einer tollen überdachten Loggia auskragt, überzeugt durch die stimmige Holzfassadenoptik und fügt sich harmonisch in das Gesamtbild ein. Selbst für das Notstromaggregat und die Müllsammelinsel wurden eigene kleine Baukörper architektonisch gut integriert.

Projektbeschreibung

Rotes Kreuz St. Veit im Mühlkreis – modern. durchdacht. nachhaltig.
Das neue Gebäude des Roten Kreuzes in St. Veit im Mühlkreis verbindet funktionale Architektur mit einem klaren, modernen Erscheinungsbild. Durch die intelligente Nutzung der Hanglage entstehen zwei vollwertige Eingänge: ein zentraler Zugang im unteren Bereich sowie ein weiterer Eingang im oberen Geschoß auf der Rückseite, einen eher privaten Zugang für das Obergeschoß.
Diese Lösung spart erheblich Aushubkosten und nutzt das Gelände effizient. Die Erschließung ist kompakt geplant, wodurch unnötige Flächenversiegelung vermieden wird.
Das Obergeschoß überzeugt mit einer modernen Holzfassade, die Wärme und Regionalität ausstrahlt. Ein großzügiger Balkon sorgt für viel Tageslicht, angenehme Belichtung der Innenräume und eine hohe Aufenthaltsqualität. Insgesamt steht das Gebäude für eine nachhaltige, platzsparende und zeitgemäße Bauweise – optimal abgestimmt auf die Anforderungen des Roten Kreuzes.

Platz

3

Tobias Stabauer, David Spitzenberger, Simon Heinzl, Lorenz Mistelbacher

Laudatio der Jury

Trotz der Hanglage haben sich die Planer dazu entschlossen, ein ebenerdiges Gebäude zu errichten. Wie man an dem Entwurf sieht, ist dies gut lösbar, wobei das gesamte Grundstück optimal ausgenutzt wurde. Durch die Rundung der Außenwand bei der Leitstelle ist der Vorplatz vor den Garagen durch die eingeplanten Fenster sehr gut einsehbar. Alles auf einer Ebene zu platzieren, schafft naturgemäß einfache Wege, und auch die Trennung zwischen öffentlichem Bereich und Rückzugsbereich ist gut gelungen.

Projektbeschreibung

Kontinuität statt Kanten

Bei der Planung des Gebäudes war der Hang die größte Herausforderung, dennoch fanden wir eine Möglichkeit uns die Hanglage zum Vorteil zu machen. Der Aushub, der bei der Errichtung des Gebäudes anfällt, wird bei der Aufschüttung der Parkplätze wiederverwendet. Dadurch sparen wir uns die Kosten für die Entsorgung des Aushubs und können durch die Aufschüttung gänzlich auf Stützmauern verzichten. Durch diese Kostenersparnis haben wir die Möglichkeit, runde Designelemente im Aufenthaltsraum und im Jugendraum zu verwenden. Mit diesem Design bekommen wir mehr natürliches Licht in das Gebäude.
Unsere Priorität war es, eine klare Abtrennung zwischen dem öffentlichen Bereich im Norden und dem Dienststellenbereich im Nordosten zu schaffen. Ebenso wichtig war es uns, dass die Ruheräume möglichst ruhig sind, darum haben wir uns dafür entschieden, diese auf der Rückseite des Gebäudes zu positionieren. Der öffentliche Raum verfügt über große Fenster, die diesen mit Tageslicht durchfluten.
Der eingeschossige Grundriss bittet den Vorteil, dass keine Treppen oder Lifte benötigt werden, wodurch enorme Kosten gespart werden und eine gesamte Barrierefreiheit im Gebäude gewährleistet ist.

Einreichungen

Lukas Hummer, Kilian Lechner, Leonhard Luger, Meris Isic

Projektbeschreibung

Unsere Rot-Kreuz-Stelle nutzt die besonderen Bedingungen eines Hanggrundstücks als architektonischen Vorteil. Das Gebäude fügt sich terrassenartig in die Landschaft ein und bildet eine markante C-Form, die klare Funktionsbereiche schafft und effiziente Abläufe ermöglicht. Zwei getrennte Zufahrten sorgen für Sicherheit und Ordnung: unten die Unterfahrt ausschließlich für Rettungsfahrzeuge, oben der Zugang für Öffentlichkeit und Dienststellenmitarbeiter. Insgesamt stehen 18 Parkplätze zur Verfügung, davon 2 barrierefrei und 3 geschützte Stellplätze unter dem Carport für Dienstpersonal. Zwei prägnante Holzfassaden setzen nicht nur einen natürlichen, warmen Akzent, sondern lassen das „Rote Kreuz“ als Institution sichtbar hervortreten. Unser Projekt verbindet Funktionalität, Orientierung und Identität, maßgeschneidert für einen modernen Rettungsdienst.

Zeynep Ertürk, Tuba Bakbak, Ela Kocak

Projektbeschreibung

Mit unserem Projekt wollten wir mehr schaffen als nur ein funktionales Gebäude. Auf rund 3.000 m² soll eine neue Rotkreuzdienststelle in St. Veit im Mühlkreis entstehen, die Offenheit, Effizienz und ein angenehmes Arbeitsklima ermöglicht. Ziel war es, die verfügbare Fläche optimal zu nutzen und gleichzeitig ein Gefühl von Großzügigkeit zu bewahren. Niemand soll sich hier beengt fühlen, weder Mitarbeitende noch Besucher:innen.
Das Erdgeschoß ist über zwei getrennte Zugänge erschlossen, einen für das Personal und die Einsatzkräfte sowie einen öffentlichen Eingang für Besucher:innen, Patient:innen und Verwaltungsmitarbeiter:innen. Zur Sicherung des Geländes wurde am nördlichen Grundstücksrand eine stufenförmige Trockensteinmauer errichtet.
Klare Strukturen, helle Räume und großzügige Terrassen schaffen somit eine Umgebung, in der man sich sofort wohlfühlt. Die durchdachte Anordnung aller Bereiche erleichtert zudem die Orientierung und sorgt dafür, dass Abläufe unkompliziert funktionieren.