Bautechnikpreis

EnglischSchwerpunkt

Sanierung und Erweiterung der ­Volksschule Süd, Eferding

Die Volksschule Süd in Eferding soll durch Sanierung, Umbau und Erweiterung zu einer zukunftsorientierten Bildungseinrichtung weiterentwickelt werden. Neben der Modernisierung des Bestandsgebäudes ist eine Erweiterung auf bis zu 14 Klassen vorgesehen.
Das Raumprogramm umfasst zusätzliche Unterrichts-, Bewegungs- und Betreuungsbereiche. Die Planung orientiert sich an zeitgemäßen pädagogischen Konzepten und berücksichtigt sowohl funktionale als auch soziale Anforderungen.
Besondere Schwerpunkte liegen auf Barrierefreiheit, einer klaren Erschließung sowie qualitätsvollen Außenräumen. Der Zubau soll im Dialog mit dem Bestand stehen und nachhaltige Bauweisen integrieren.

Preisträger:innen

Platz

1

Simone Mahringer, Daniel Baumgartner, Tina Affenzeller

Laudatio der Jury

Das Siegerprojekt überzeugt durch einen sensiblen und zugleich präzisen, strukturierten Umgang mit dem Bestand der Volksschule Süd in Eferding. Die Erweiterung fügt sich selbstverständlich in das bestehende Gefüge ein und entwickelt daraus eine zeitgemäße Lernumgebung. Besonders hervorzuheben sind die überzeugende räumliche Organisation sowie die architektonische Ausgestaltung, die eine hohe Aufenthaltsqualität für Schüler:innen schafft.

Projektbeschreibung

„Beim Entwurfsplan der Volksschule Sonnenbogen in Eferding wurde besonders auf eine intelligente Nutzung des Bestands sowie auf dessen optimale Erweiterung geachtet. Durch den Eingang gelangt man in die Aula, die das Zentrum des Gebäudes darstellt und mittels eines Luftraums alle drei Obergeschoße miteinander verbindet. Außerdem trennt sie den Hort von der Volksschule und ermöglicht somit eine getrennte Nutzung. Über die großzügige Terrasse im Erdgeschoß, auf der die Kinder Sitzmöglichkeiten finden, gelangt man in den naturbelassenen Garten. In der Aula befinden sich in allen Geschoßen große Flächen, die sowohl für Pausen als auch als Lernflächen genutzt werden können. Durch die Begrünung vor den Glasfassaden wird eine angenehme Atmosphäre geschaffen.
Das erste Obergeschoß ist an beiden Enden im Gegensatz zum Erdgeschoß etwas eingerückt, wodurch Platz für einen geschützten Außenbereich entsteht. Im zweiten Obergeschoß befindet sich neben den Klassen auch die Bibliothek mit direktem Zugang nach außen auf eine Terrasse. Der Turnsaal sowie die Werkräume befinden sich im Kellergeschoß.
Die Fassade besteht zum einen aus Alucobond-Platten in Holzoptik, die durch helle Klinker unterbrochen werden. Zur optischen Differenzierung wurde der Hort vollständig mit hellem Klinker verkleidet.

Platz

2

Sophie Guger, Ylva Kraft, Flora Hammer

Laudatio der Jury

Das Konzept zeigt einen schlüssigen Ansatz zur Weiterentwicklung der Volksschule Süd in Eferding. Eine klare Gliederung der Baukörper und eine funktional durchdachte Organisation der Nutzungen führen zu einem überzeugenden Gesamtbild für Sanierung und Erweiterung. Positiv hervorzuheben sind die übersichtliche Erschließung sowie konstruktiv und wirtschaftlich plausible Lösungen, die eine realistische Umsetzung erwarten lassen.

Projektbeschreibung

Höher Steigen

„Höher Steigen“ begreift Schule als einen Ort der Bewegung, der Neugier und der Freiheit. Wellenförmige, anorganische Wände lösen starre Strukturen bewusst auf, Räume gehen fließend ineinander über und bilden ein offenes räumliches Gefüge, das Kreativität, Austausch und Eigenständigkeit fördert. Großzügige Fenster führen Tageslicht tief ins Gebäude, stellen visuelle Bezüge zwischen Innen- und Außenraum her und schärfen die bewusste Wahrnehmung der Umgebung.
Treppen übernehmen dabei eine zentrale Rolle: Sie verbinden Ebenen, laden zum Verweilen ein und werden zum architektonischen Sinnbild von Entwicklung und Wachstum. In der Volksschule Eferding Süd zeigt sich dabei, dass „Höher Steigen“ weit mehr ist als ein vertikaler Weg – es ist ein vielschichtiges Prinzip des Lernens, Wachsens und gemeinsamen Aufsteigens.
Die Außenanlage versteht sich als lebendige, vielseitig erreichbare Lernlandschaft. Teich, Kräuterspirale und Outdoor-Classroom ermöglichen unmittelbare Naturerfahrungen und Unterricht mit allen Sinnen. Tunnel, ein kleines Fußballfeld sowie großzügige Grünflächen schaffen Raum für Spiel, Bewegung und soziale Begegnung. Dachbegrünungen und bepflanzte, begehbare Flächen ziehen die Natur bis auf das Gebäude und lassen die Lernräume buchstäblich über sich hinauswachsen.
Auch die Fassade führt das Leitmotiv konsequent fort. Grüne Mosaike in Fliesenoptik werden mit ruhigen Putzflächen und bodengebundener Begrünung kombiniert und verleihen dem Gebäude eine lebendige, freundliche Ausstrahlung. Das BlueBoard-System sorgt für bündige Oberflächen und unterstreicht den hochwertigen architektonischen Ausdruck – eine Fassade, die nicht nur schützt, sondern „Höher Steigen“ sichtbar nach außen trägt.

Platz

3

Lukas Wagneder, Noah Kolm, Samuel Muttenthaler

Laudatio der Jury

Die Arbeit setzt sich fundiert mit der Aufgabe der Sanierung und Erweiterung der Volksschule Süd in Eferding auseinander. Der Entwurf entwickelt aus dem Bestand eine funktionale Ergänzung und formuliert einen nachvollziehbaren planerischen Zugang zur Aufgabenstellung. Hervorzuheben sind die übersichtliche Nutzungsstruktur sowie konstruktiv stimmige Lösungen, die eine solide Grundlage für eine weitere Projektentwicklung bilden.

Projektbeschreibung

Die Sanierung und Erweiterung der Volksschule Eferding Süd verbindet moderne Bautechnik mit nachhaltigem Bauen im Bestand. Das Gebäudeensemble wird konstruktiv weiterentwickelt und durch klar gegliederte Baukörper funktional und statisch optimiert.
Zentrales Element ist ein außenliegendes Exoskelett, das das bestehende Gebäude und den Neubau teilweise umhüllt. Es übernimmt tragende und energetische Aufgaben, dient als Struktur für Balkone, Terrassen und Verschattungselemente, ermöglicht eine klare Fassadengliederung und reduziert Eingriffe in den Bestand. Großflächige Verglasungen sorgen für viel Tageslicht und reduzieren den Energiebedarf. Ein strukturierter Putz und eine vollflächige Holzfassade verleihen dem Gebäude Charakter.
Durch Sanierung der Gebäudehülle, energieeffiziente Bauteile und begrünbare Balkone werden das Mikroklima verbessert, die sommerliche Kühlung unterstützt und die Konstruktion somit langlebiger. Ergänzend kommt eine nachhaltige Holz-Massivbauweise zum Einsatz.

Sonderpreis „Ressourceneffizienz, Nachhaltigkeit und Kreislaufwirtschaft“

Das Projekt „Lernregal“ verbindet moderne Bautechnik mit nachhaltigem Bauen im Bestand. Zentrales Element ist ein außenliegendes Holz-Exoskelett, das das bestehende Gebäude sowie den Neubau teilweise umhüllt. Es übernimmt sowohl tragende als auch energetische Aufgaben: So dient es unter anderem als Unterkonstruktion für eine Photovoltaikanlage, die zugleich als konstruktiver Sonnenschutz gegen sommerliche Überhitzung fungiert. Darüber hinaus bildet es die tragende Struktur für Balkone, Terrassen und Verschattungselemente.
Durch die Sanierung der bestehenden Gebäudehülle, den Einsatz energieeffizienter Bauteile und begrünbarer Balkone werden das Mikroklima verbessert, die sommerliche Kühlung unterstützt und die Konstruktion langlebiger gestaltet. Das Konzept sieht eine nachhaltige Holz-Massivbauweise vor; zudem kommt beim Neubautrakt eine vollflächige Holzfassade zum Einsatz.

Einreichungen

Mihai Luca Bledea, Anika Nichterl, Stefan Luchian

Projektbeschreibung

Die „Școală elementară“ versteht sich als ein ganzheitlicher Ort für Kinder, in dem Natur, weiche Formen und nachhaltige Materialien zu einer harmonischen räumlichen Umgebung verschmelzen. Die Architektur folgt einer organischen Linienführung, die bewusst auf Strenge verzichtet und stattdessen fließende Übergänge zwischen Innen- und Außenraum schafft. Große Verglasungen, geschwungene Raumkanten und eine klare, helle Gestaltung tragen dazu bei, dass Licht, Grün und Offenheit das gesamte Gebäude prägen.
Materialität spielt dabei eine zentrale Rolle. Die Holzfassade verbindet das Gebäude unmittelbar mit der natürlichen Umgebung. Sie schafft nicht nur ein warmes, ruhiges Erscheinungsbild, sondern vermittelt Kindern auch ein Gefühl von Naturverbundenheit und Geborgenheit. Im Innenraum wird dieser Ansatz fortgeführt: Holzoberflächen, matte Naturmaterialien und angenehm gedämpfte Farbwelten erzeugen ein einheitliches, homogenes Raumgefühl.
Die Räume selbst sind offen und flexibel gestaltet. Runde Formen, weiche Sitzlandschaften und harmonische Lichtführung schaffen ein Umfeld, das intuitiv genutzt werden kann und Kindern Orientierung bietet, ohne sie einzuschränken. Lernen, Spielen und Entspannen gehen ineinander über, unterstützt durch eine räumliche Atmosphäre, die Ruhe und Bewegung gleichwertig zulässt.
Insgesamt entsteht ein Gebäude, das Natur bewusst integriert und durch nachhaltige Materialwahl, homogene Gestaltung und organische Formen eine kindgerechte, inspirierende und gleichzeitig beruhigende Umgebung schafft.

Mirjam Luger, Laura Fröschl, Ella Andress

Projektbeschreibung

Die Volksschule „Αλά Γαια“ wird zu einer modernen Lernumgebung umgestaltet, die pädagogische Anforderungen, Aufenthaltsqualität, Nachhaltigkeit und architektonische Identität vereint. Der Name („Flügel der Erde“) steht für ein unterstützendes Umfeld, in dem Kinder Sicherheit, Inspiration und Freiheit erfahren. Architektur, Begrünung und offene Lernräume schaffen einen lebendigen Ort des Lernens und Entdeckens.
Bunte Fassadenpaneele verleihen dem Gebäude eine freundliche, kindgerechte Wirkung und fördern Orientierung und Identifikation. Die vertikalen Grünflächen verbessern Mikroklima und Biodiversität und stärken den Bezug zur Natur. Außerdem ist die Begrünung ein zentrales Entwurfselement für eine angenehme Lernatmosphäre.
Im Inneren des Gebäudes dient die großzügige Multifunktionsstiege neben der Erschließung als Lern-, Begegnungs- und Veranstaltungsraum. Sitzstufen und Podeste ermöglichen flexible Zonen für Austausch und gemeinschaftliche Aktivitäten.

Stefanie Koppler, Leony Mitterlehner, Steven Höpperger

Projektbeschreibung

Bildungsflorentinum

Im Rahmen dieses Projekts wird die Volksschule Eferding Süd erweitert und saniert, um moderne, kindgerechte Lernräume zu schaffen. Ziel ist eine zeitgemäße Bildungsumgebung, die schulische und soziale Bedürfnisse gleichermaßen berücksichtigt. Ein Schwerpunkt liegt auf dem Austausch und der Begegnung zwischen Volksschule und neuem Hort durch gemeinsam nutzbare Bereiche. Die Aula bildet als offener Gemeinschaftsraum das Herzstück der Schule. Ein Blickfang ist die Fassade mit einem Fachwerksrahmen als Rankhilfe für Rosen und einer lebendigen Begrünung. Hochbeete, die von den Kindern selbst gepflegt werden, fördern Verantwortung, Nachhaltigkeitsbewusstsein und gemeinschaftliches Handeln. Der angrenzende Park ergänzt dies als Raum für Bewegung, Erholung und Lernen im Freien. Denn wie der Fachwerksrahmen den Rosen Halt gibt, soll die Volksschule den Kindern als tragender Rahmen ihres Bildungsweges Halt geben.

Jessica Binder, Gloria Wynne, Britta Baschinger

Projektbeschreibung

KUNTERBUNT – Hier stehst du als Kind im Vordergrund

Diese Neugestaltung der Volksschule Süd in Eferding versteht sich als behutsame Weiterentwicklung des Bestands und verbindet kindgerechte Lernräume mit einer nachhaltigen Architektur. Zwei großzügig gestaltete Atrien und ein offener Haupteingang durchfluten das Gebäude mit Tageslicht und bilden helle, freundliche Begegnungs- und Aufenthaltszonen. Vor allem bei der Gestaltung der Innenräume und Gänge wurde besonders auf die Bedürfnisse der Kinder eingegangen. Da Eferding eine wachsende Stadt ist, ermöglicht die Planung eines Flachdachs eine spätere Aufstockung für eine flexible, langfristig anpassbare Bildungsinfrastruktur. Besonderes Augenmerk liegt auf der nachhaltigen und ressourcenschonenden Bauweise: So bleibt die Grundstruktur weitgehend erhalten und der vorhandene Keller wird in das Nutzungskonzept integriert. Der große Garten beinhaltet Spielbereiche, Hochbeete, Gewächshäuser, einen Teich und ein Freilufttheater und dient so als Erweiterung der Lernräume.