Bautechnikpreis

Hochbau und Holzbau 1

Neubau Freizeitpark, Peilstein

In Peilstein ist die Entwicklung eines Freizeitparks auf einem Hanggrundstück mit über 20.000 m² geplant. Das Angebot richtet sich an unterschiedliche Altersgruppen und umfasst vielfältige Indoor- und Outdoor-Aktivitäten.
Ergänzt wird das Nutzungskonzept durch Gastronomie, Beherbergung sowie einen Nahversorger. Die Planung stellt hohe Anforderungen an die Organisation der Nutzungen sowie an die Erschließung und Parkierung.
Die architektonische Herausforderung liegt in der Entwicklung eines Gesamtkonzepts, das sich in die Landschaft einfügt und gleichzeitig die moderne Nutzung sichtbar macht. Ziel ist eine funktionale, wirtschaftliche und gestalterisch überzeugende Lösung.

Preisträger:innen

Platz

1

Qusai Alawayed, Philipp Kaar, Emil Janko

Laudatio der Jury

Das Projekt besticht durch die präzise Einbindung der Baukörper in die Hanglage und eine selbstbewusste Setzung von Kletterhalle und Gastronomie, die die Ausdehnung wirkungsvoll gliedert. Terrassierte Ebenen und klar strukturierte Einheiten schaffen eine angemessene Maßstäblichkeit. Freiraum, Erschließung und Begrünung sind sorgfältig aufeinander abgestimmt. Das Parkdeck trägt zu einem reduzierten Versiegelungsgrad bei.

Projektbeschreibung

Der ERLEBNISPARK PEILSTEIN nutzt die Topografie des steilen Hanggrundstücks als zentrales Entwurfselement, da durch die terrassierte Anordnung der Baukörper die Anlage im Hang verschwindet und somit das darüberliegende Ortsbild sowie die Umgebung geschont werden.
Nutzungen mit geringem Tageslichtbedarf, wie Simulator- und Spielehallen, liegen unterirdisch, um Raum für die lichtdurchfluteten und aussichtsreichen Sport- und Aufenthaltsbereiche freizulassen.
Die Anlage ist in drei Zonen nach Lärmbelastung gegliedert. Die Erschließung erfolgt von der Hauptstraße über Parkdeck und Eingangshalle. Lärmintensive Nutzungen liegen unten, während Hotel und Spar bewusst ortsnah, entfernt von Lärm und Action, angesiedelt wurden.
Begrünte Freiräume, Dachflächen und ein zentraler Teich stärken die Einbindung in die Landschaft. Gezielte Blickbezüge zwischen Restaurant, Kletterhalle und Attraktionen fördern Orientierung und Aufenthaltsqualität.

Platz

1

Katharina Altmanninger, Leonie Buchinger, Nina Freyenschlag

Laudatio der Jury

Gleichrangig ausgezeichnet wird ein Beitrag mit klarer konstruktiver Haltung und nachvollziehbarer statischer Logik. Die Gesamtfigur vermittelt Umsetzbarkeit und strukturelle Klarheit. Die gestapelten Volumina setzen ein prägnantes Zeichen im Ortsgefüge und eröffnen Potenzial für eine differenzierte Weiterentwicklung, insbesondere hinsichtlich Einbindung und landschaftlicher Durcharbeitung der Außenräume und Stellplatzbereiche hinsichtlich Versiegelungsgrad.

Projektbeschreibung

Projekt Freizeitpark Peilstein „Wings of Mühl“

In Peilstein im Mühlviertel entsteht mit „Wings of Mühl‘ “ ein Ausflugsziel für alle Altersgruppen, von Schulklassen bis hin zu Familien. Der Freizeitpark soll als ganzjährliche Attraktion dienen, für jedes Wetter gibt es drinnen oder draußen eine passende Erlebnisstation. Ein zentrales Gestaltungselement ist der Einsatz von Holz, das nicht nur nachhaltig ist, sondern auch die enge Verbindung zur Natur des Mühlviertels widerspiegelt. Das Hauptgebäude des Freizeitparks spiegelt das Gefühl von Freiheit, Leichtigkeit und Träumerei in Form eines Flügels wider. ­Ergänzend zum Freizeitpark wird ein Hotel errichtet, das Übernachtungsmöglichkeiten für Gäste bietet und den Tourismus in der Region stärkt. Zusätzlich entsteht ein SPAR-Markt, der sowohl Besucher:innen als auch die lokale Bevölkerung versorgt. Durch diese Kombination soll ein lebendiges Zentrum entstehen und Peilstein neu prägen.

Sonderpreis:
„Die beste statisch-konstruktive Umsetzung“

Das Siegerprojekt verzichtet nicht auf architektonische Erlebnisse und schafft es gleichzeitig, klare Tragstrukturen mit den Anforderungen aus der Raumnutzung in Einklang zu bringen. Durchgängige vertikale Tragelemente in den übereinanderliegenden Geschossen, die rasterartige Anordnung von Raumabschlüssen und allgemein realistische Bauteilabmessungen lassen auf eine intensive Auseinandersetzung mit den Erfordernissen der Tragkonstruktion schließen. Das Projekt weist dahingehend eine außergewöhnliche Qualität auf.

Platz

3

Elisabeth Stadler, Amanda Tufekcic, Melissa Kerbl

Laudatio der Jury

Der dritte Preis hebt die feinmaßstäbliche Gliederung hervor, die sowohl im städtebaulichen Kontext als auch im Umgang mit der Topografie große Sensibilität zeigt. Der Entwurf entwickelt eine eigenständige architektonische Sprache. Einzelne Elemente, etwa die Lobbyform, bieten Ansatzpunkte für eine weitere Präzisierung und konzeptionelle Vertiefung.

Projektbeschreibung

Inspiriert von der Natur und ihren anpassungsfähigen Strukturen entstand die Grundform unseres Entwurfs in Anlehnung an eine Spinne. Diese Form erschien uns besonders geeignet, da sie ein hohes Maß an Flexibilität und Wachstum ermöglicht. Ausgangspunkt des Konzepts ist der runde Baukörper der Lobby als zentrales Organ, von dem aus sich alle Bereiche über die Gänge – die Spinnenbeine – erschließen. Die räumliche Ordnung beruht auf der Modulbauweise als offenes, wachsendes System, das zukünftige Erweiterungen ermöglicht und das Konzept modular, wandelbar und nachhaltig hält. Gleichzeitig reagiert die Architektur flexibel auf zukünftige Bedürfnisse, ohne die innere Ordnung zu verlieren. Nachhaltigkeit zeigt sich besonders durch die geringe Bodenversiegelung und den bewussten Verzicht auf großflächige Parkanlagen. Hinzu kommen Holzfassaden, Gründächer und großzügige Freiflächen, die eine starke Verbindung zur Natur schaffen und eine harmonische Eingliederung in das Ortsbild ermöglichen..

Einreichungen

Leonhard Hammer, Peter Pöchhacker, Moritz Dicketmüller

Erlebnis. Bewegung. Zukunft

Mit Hexaworld entsteht in Peilstein im Mühlviertel ein Indoor-Freizeitpark, der Architektur, Technologie und Landschaft zu einem ganzheitlichen Erlebnis verbindet. In den Hang eingebettet und von extensiv begrünten Dächern versehen, fügt sich das Gebäude selbstverständlich und ruhig in das Gelände ein.
Der modulare, sechseckige Grundriss schafft eine klare, flexible Struktur und ermöglicht vielfältige Nutzungen. Innen eröffnen sich Welten rund um Virtual Reality, Bewegung und digitale Erlebnisse. Ergänzt wird das Angebot durch ein Hotel, ein Restaurant und eine Battle-Bar sowie eine direkte Anbindung an eine SPAR-Filiale – alles unter einem Dach.
Die Fassade aus geflämmter Lärche verleiht dem Baukörper einen zeitlosen Look. Hexaworld ist mehr als ein Freizeitpark: ein neuer Treffpunkt, ein Impulsgeber für die Region und ein Ort, an dem Innovation erlebbar wird.

Peter Haslehner, Simon Nussbaumer, Marc Parzer

Projektbeschreibung

Die Gebäudeanlage folgt einer geschwungenen Formensprache und fügt sich harmonisch in die hügelige Landschaft ein. Mehrere unterschiedlich große Baukörper sind auf verschiedenen Ebenen angeordnet und über Wege sowie Übergänge miteinander verbunden. Ein Skywalk bietet Gästen mit längerer Aufenthaltsdauer einen Ausblick ins Tal und einen direkten Übergang in die Erlebnishalle. Die Parkflächen für Hotelgäste befinden sich auf dem Dach des SPAR-Markts, während für Tagesgäste sowie SPAR-Besucher:innen eigene Parkbereiche vorgesehen sind. Die Erlebnishalle umfasst ein großes Restaurant mit Talblick sowie ein vielfältiges Angebot an Aktivitäten für Familien. Große Glasflächen, Naturstein und eine weit gespannte Glaskuppel sorgen für viel Tageslicht. Das Hotel mit seiner modernen Holzfassade bietet großzügige Zimmer mit großen Balkonen. Um die Erlebnishalle bewusst zurückhaltend zu gestalten, wird sie in den Hang integriert, während das höhere Hotel als markanter Blickfang fungiert.

Sonderpreis „Die cleverste Brandschutzlösung“

Beim diesjährigen Siegerprojekt wurde bei der Planung der großvolumigen Halle für den Indoor-Park die Ausführung einer Sprinkleranlage vorgesehen. Durch die zielgerichtete Auswahl dieser brandschutztechnischen Anlage kann, neben dem Sicherheitsgewinn, eine offene und transparente Ausführung zwischen den einzelnen Nutzungen erfolgen, und aufwändige bauliche Brandschutzmaßnahmen können dadurch erspart werden.

Benedikt Faschinger, Helene Binder, Aaron Hinterwirth, Geremia Brunel

Projektbeschreibung

Harmonisch in die Landschaft am Peilsteiner Berg eingebettet, zieht sich „Peak Park Peilstein“ elegant den Hang entlang und setzt zugleich ein bewusstes architektonisches Statement. Die Pfosten-Riegel-Fassade öffnet das Gebäude großzügig nach außen und flutet die weitläufige Eingangshalle – dem zentralen gestalterischen Highlight des Projekts – mit Licht. Das langgestreckte Dach aus einer Holzunterkonstruktion mit blechverkleideter Haut faltet sich organisch aus dem Gelände heraus und führt das große Ganze zusammen. 

Im Kontrast dazu steht der Indoor-Gaming-Bereich, der bewusst dunkel gehalten ist. Neonfarbene Akzente verleihen ihm eine subtile Steampunk-Atmosphäre und schaffen die richtige Stimmung für die vielfältigen Gaming-Angebote. 

Der Hoteltrakt in Holz-Massivbauweise präsentiert sich ruhig und reduziert und bietet somit eine ideale Möglichkeit zum Entspannen im grünen Peilstein. Im Gesamten ist unser Projekt ein bewusst gestalteter Dialog zwischen Natur, Architektur und Erlebnis. Es verbindet die ruhige, klare Formsprache eines in die Landschaft eingebetteten Gebäudes mit der dynamischen Welt von Spiel und Spaß.