Bautechnikpreis

Hochbau und Holzbau 2

Neubau Feuerwehrgebäude, Pinsdorf

Für die Gemeinde Pinsdorf ist der Neubau eines zeitgemäßen Feuerwehrhauses geplant. Der Standort an der Vöcklabruckerstraße zeichnet sich durch gute Erreichbarkeit aus, erfordert jedoch eine sorgfältige Organisation der Verkehrsabläufe.
Das Gebäude umfasst eine Fahrzeughalle für fünf Einsatzfahrzeuge, Schulungs- und Aufenthaltsbereiche sowie betriebliche Nebenfunktionen. Eine klare und sichere Trennung der Verkehrsströme ist wesentlich für einen reibungslosen Einsatzablauf. Ein Schlauchturm wird als funktionales und gestalterisches Element integriert.
Zusätzlich sind Erweiterungsmöglichkeiten sowie ein Übungsgelände für die Feuerwehrjugend vorzusehen. Ziel ist ein funktionales und architektonisch qualitätsvolles Gesamtkonzept mit starker Einbindung in das Ortsbild.

Preisträger:innen

Platz

1

Julian Laabmaier, Emil Walch

Laudatio der Jury

Der kompakte Baukörper mit schräg angeordneter Kommandozentrale überzeugt durch die intelligente Positionierung am Grundstück. Diese Planung ermöglicht einen nahezu perfekten Ablauf im Einsatzfall und gewährleistet höchste Funktionalität. Die Architektur zeichnet sich durch klare, gerade Linien aus, ergänzt durch großzügige Vordächer. Die Lärchen-Holzfassade verleiht dem Projekt in Verbindung mit anthrazitfarbenen Stützen, Dachabschlüssen und Fenstern einen innovativen Rahmen und sorgt für eine zeitgemäße, moderne Optik. Gratulation zu dieser sehr gelungenen Konzeption!

Projektbeschreibung

Der Neubau des Feuerwehrhauses in Pinsdorf ersetzt das bestehende Feuerwehrhaus, dessen Größe und bauliche Struktur nicht mehr den heutigen Anforderungen entsprechen.
Der neue Standort an der Hauptstraße ermöglicht eine schnelle Ausrückung. Das Grundstück bietet ausreichend Platz für Übungsflächen, Stellplätze und notwendige Außenanlagen. Die getrennte Ein- und Ausfahrt verhindert Behinderungen zwischen ankommenden Feuerwehrmitgliedern und ausrückenden Einsatzfahrzeugen.
Das Feuerwehrhaus ist als moderner Holzbau mit tragenden Bauteilen aus Brettschichtholz konzipiert. Eine vertikale Holzfassade prägt das ruhige Erscheinungsbild, während mit Alupaneelen verkleidete Stützen markante Akzente setzen und das Gebäude bei der Einfahrt nach Pinsdorf als prägendes Element wahrnehmbar machen. Der Haupteingang liegt im Nordosten, die Fahrzeugausfahrten im Süden.

Platz

2

Greta Kremslehner, Elisa Gahleitner

Laudatio der Jury

Dieses Projekt überzeugt vor allem durch die Benutzerfreundlichkeit und Funktionalität der Feuerwehrzentrale. Ein gut durchdachtes Parkplatz- und Verkehrskonzept gewährleistet einen effizienten und reibungslosen Einsatz. Die nachhaltige Holz-Hybridbauweise sowie die Verwendung ökologischer Baumaterialien leisten einen wesentlichen Beitrag zur Gesamtqualität des Projekts. Sie schaffen ein ansprechendes Erscheinungsbild sowie eine angenehme Atmosphäre, wirken sich förderlich auf die Kreislaufwirtschaft aus und stellen einen zukunftsweisenden Ansatz für öffentliche Bauten dar.

Projektbeschreibung

Feuerwehr Pinsdorf – Funktion trifft Verantwortung

Mit dem neuen Feuerwehrgebäude in Pinsdorf entsteht ein zeitgemäßer Ort für Einsatz, Ausbildung und gelebte Gemeinschaft. Der Entwurf verbindet klare Funktionalität mit einer nachhaltigen und zukunftsorientierten Holzbauweise und setzt damit ein bewusstes architektonisches Zeichen für ressourcenschonendes Bauen. Holz als zentraler Baustoff reduziert nicht nur den ökologischen Fußabdruck, sondern schafft zugleich eine warme, einladende Atmosphäre und fügt sich harmonisch in die bestehende Umgebung ein. Großzügige Öffnungen und klare Fassadenstrukturen sorgen für Transparenz, viel Tageslicht und eine starke Präsenz im Ortsbild. Die übersichtliche Gliederung des Baukörpers unterstützt effiziente Abläufe im Einsatzfall, kurze Wege und eine klare Orientierung. Gleichzeitig entstehen moderne, flexible und zukunftsfähige Räume für Ausbildung, Organisation und kameradschaftliches Miteinander. Das neue Feuerwehrhaus steht damit für Sicherheit, Verantwortung, Nachhaltigkeit und hohe architektonische Qualität im Dienst der Gemeinde Pinsdorf.

Platz

3

Victoria Schwarz, Elisa Würzl

Laudatio der Jury

Bei diesem Projekt wurden das geforderte Raumprogramm und die funktionalen Anforderungen einer Feuerwehr effizient und kompakt umgesetzt. Die Kombination von Holz- und Putzfassade verleiht dem Gebäude einen modernen, leichten Charakter und legt ein besonderes Augenmerk auf das Erscheinungsbild. Das Projekt integriert nachhaltige Ansätze, orientiert sich an zeitgemäßen gestalterischen Prinzipien und entspricht den aktuellen Architekturtrends.

Projektbeschreibung

Das Gebäude besteht aus einer Fahrzeughalle sowie einem Hauptgebäude. Die Halle wird teils in Holzmassivbauweise, teils mit Sandwichpaneelen errichtet. Die Tragstruktur erfolgt über Brettschichtholzstützen mit Köcherfundamenten. Das Hauptgebäude wird in Ziegelbauweise ausgeführt, mit verputztem Erdgeschoss und Holzfassade im Obergeschoss. Der Stiegenlauf aus Stahlbetonfertigteilen in Sichtbetonqualität verbindet die Ebenen. Türen und Fenster bestehen aus Holz.
Im Obergeschoss befindet sich eine voll ausgestattete Küche für Schulungen und Veranstaltungen, im Erdgeschoss eine Teeküche. Flexible Umkleideräume mit verstellbaren Spinten sowie getrennte WC- und Duschräume bieten hohen Komfort. Großzügige Balkonflächen im Obergeschoss ermöglichen Ausblicke auf das Übungsgelände und dienen als Aufenthaltsbereiche. Verschiebbare Paneele sorgen für Sonnen- und Sichtschutz.
Außen stehen 20 Stellplätze sowie Bäume und Grünflächen für eine angenehme Atmosphäre zur Verfügung.

Einreichungen

Fabian Rechberger, Lukas Schedlberger

Projektbeschreibung

Der Neubau der Feuerwehr Pinsdorf verbindet funktionale Präzision mit einer starken architektonischen Identität. Das Gebäude ist klar in zwei voneinander getrennte Bereiche gegliedert, die über unabhängige Zufahrten erschlossen werden. Einsatz- und Besucherströme sind konsequent getrennt und gewährleisten sichere & effiziente Betriebsabläufe. Ein markanter Prestigeeingang bildet den architektonischen Ankerpunkt und schafft gemeinsam mit großzügigen Verglasungen und einem offenen Raumkonzept Transparenz und Orientierung.
Die innere Organisation folgt einer logisch aufgebauten Erschließung: Ein zentrales Stiegenhaus am Haupteingang sowie ein in Flucht mit der Fahrzeughalle positionierter Aufzug ermöglichen eine intuitive Nutzung. Der Einsatzzugang erfolgt über eine direkt angebundene Schmutzschleuse mit getrennten Umkleiden für Frauen und Männer. Entlang der rückwärtigen Gebäudewand entsteht so eine effiziente Funktionsachse mit kurzen Wegen.
Fahrzeughalle und Verwaltungsbereich werden in Halbfertigteilbauweise errichtet. Die Hallenwände bestehen aus einem Stahlbetonsockel, der als Anfahrschutz dient, auf den vorgefertigte KLH-Wände aufgesetzt werden. Diese Kombination verbessert die Raumakustik, erzeugt eine angenehme, helle Atmosphäre und unterstreicht die klare architektonische Struktur der Halle.
Die Gebäudehülle aus Alucobondplatten ist langlebig und wartungsarm. Prägendes Gestaltungselement ist das gebogene Tonnendach, das über einen umlaufenden Glasriegel vom Baukörper abgehoben wird und Tageslicht aus drei Himmelsrichtungen in das Gebäude führt.

Hanna Rathmayr, Luna-Marie Haindl

Projektbeschreibung

FireUnit Pinsdorf

Unser Projekt zeigt den Entwurf einer modernen Feuerwehr im Ortszentrum von Pinsdorf. Der Baukörper ist geschossmäßig versetzt, somit wird eine harmonische Verbindung zwischen Fahrzeughalle und Hauptgebäude geschaffen. Die Fassadengestaltung aus Holz und Schiefer greift bewusst traditionelle österreichische Materialien auf und verbindet Regionalität mit zeitgemäßer Architektur. Die Fahrzeughalle ist eingeschossig ausgeführt und verfügt über eine Galerie sowie ein funktionales Pultdach, das klare Strukturen schafft. Weiters ermöglicht die Pfostenriegelkonstruktion in der Halle einen optimalen Lichteinfall. Das Haupthaus umfasst zwei oberirdische Geschosse sowie einen Keller und bietet Platz für Verwaltung, Schulung und Aufenthaltsbereiche. Eine großzügig gestaltete, grüne Außenumgebung verbessert das Mikroklima, schafft Aufenthaltsqualität und stärkt das Erscheinungsbild im Ortszentrum. Der Entwurf vereint Funktionalität, Nachhaltigkeit und Ortsbezug.